Kabardiner - Wir reiten am Reiterhof Aschbach

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Kabardiner


Kabardiner Pferde

Hier einige Auszüge aus dem Rasseportrait - mit Ergänzungen aus unserer eigenen Erfahrung mit den tollen Pferden.

Der Kabardiner ist ein elegantes Gebirgspferd aus dem   Kaukasus , das dort immer noch von der Landbevölkerung intensiv benötigt wird und heute in Westeuropa viele Freunde unter Freizeit-, Wander- und vor allem auch Distanzreitern  findet. Er zeichnet sich besonders durch seine Trittsicherheit, Ausdauer und Nervenstärke aus und hat seinen Namen vom Volk der Kabardiner, einem Stamm der Tscherkessen.

In Deutschland gibt es mittlerweile etwa 400 Kabardiner. 10 davon stehen bei uns in Aschbach. Unseres Wissens der einzige Stall, in dem man diese tollen Pferde auch in Reitstunden, auf Ausritten und sogar auf Wanderritten reiten kann. Wir versuchen auch immer wieder Jungpferde zu bekommen, die wir geländesicher ausbilden und deren Talente wir erkunden und ausbauen.

Der Kabardiner ist ein elegantes Robustpferd und ideal auf seinen Zuchtzweck ausgerichtet. Die Beinstellung ist leicht säbelbeinig, was – in Kombination mit einer gut bemuskelten, abgeschlagenen  Kruppe – zu einem sicheren Gang auch in schwierigstem Gelände führt und eine evolutionäre Anpassung an sein Einsatzgebiet ist. Der Kopf ist lang mit leichtem Ramsprofil, trocken und edel. Die langen Ohren haben häufig nach innen gebogene Spitzen. Mähne und Schweif sind voll. Das Auge ist klar und wach, der Hals von mittlerer Länge, gut angesetzt und bemuskelt. Die Brusttiefe ist gut, der Rücken mittellang und die Hufe fest und korrekt. Stuten haben ein Stockmaß von 148 bis 156 cm, Hengste von 150 bis 158 cm. An Fellfarben sind Braun, Dunkelbraun, Schwarzbraun und Rappe vertreten, Schimmel sind selten. Abzeichen gibt es wenig.

Hier der Steckbrief unserer Kabardiner:
Bei uns am Hof leben fünf Wallache, vier Stuten und ein Hengstfohlen.
Der Rappe Zaur: Im Winter wird er immer blond, aber im Sommer ein wunderschöner Rappe, super vielseitig und ausdauernd – stark in der Working Equitation und beim Wanderreiten. Außerdem springt er gerne und gut. Edoras ist ein samttiefer Schwarzbrauner, recht groß und stark. Er ist sehr fleißig in der Working Equitation und ein hervorragendes Wanderreitpferd in der Gruppe.

Atlas ist ein extrem schicker Brauner mit beidseitiger wallender Mähne. Charakterlich ist er einwandfrei und bislang begeistert er uns durch seinen großen Laufwillen und seine Lernbegierde. Amir, als braungrauer Schimmel geboren, wird jedes Jahr heller. Er macht sich gut im Gelände, zeigt Führungsstärken und ist sehr unabhängig. Leider ist er derzeit wegen Gelenkproblemen im Krankenstand. Temir, ein noch junger Rappe, zeigt schon großes Potenzial.

Die Stuten Tjema, dunkelbraun, und Elya, schwarzbraun, sind sicher im Gelände und willig auf dem Reitplatz. In der Herdenführung ergänzen sie sich bestens. Malka ist vom Zuchtverband als Prämienstute beurteilt und zeigt beste Veranlagung als Distanzpferd. Die rotbraune Stute Kalina ist recht klein und zierlich, aber umso mutiger und ausdauernd. Sie ist die Mutter unseres ersten eigenen Fohlens Kolja, im April 2017 geboren (Vater: Husar). Er ist sehr lernwillig und als Prämienfohlen beurteilt. Wir sind gespannt, was aus ihm wird!

Der Kabardiner ist berühmt für seine Härte und seinen Orientierungssinn, die ihre Basis darin haben, dass er in erster Linie von Hirten und Jägern im Gebirge eingesetzt wurde. Als typisches Gebirgspferd ist er scheufrei und sehr nervenstark. Er ist besonders interessant für das Distanz- und  Wanderreiten, aber auch für viele andere Pferdesportarten, wie Dressur, Springen, Vielseitigkeit, Western oder Fahren. Der Bewegungsablauf ist energisch und raumgreifend, die Grundgangarten aber eher flach (höhere Aktion ist jedoch kein Mangel) mit Antritt und Schub aus der Hinterhand und hoher Trittsicherheit. Tölt und Pass können auftreten. Der Kabardiner gilt als leistungsbereit, genügsam, robust, fruchtbar, von gutem Orientierungsvermögen und hoher Regenerationsfähigkeit, sowie als leichtfuttrig.

Das können wir bestätigen. Unsere Kabardiner leben im Offenstall und vertragen die bayrischen Winter mit am Besten in unserer Herde. Sie sind sehr gesund, kommen mit wenig Luxus (keine Decken, keine Sonderfütteraktionen, wenig Tierarzt und Medikamente etc.) aus. Ihr Herz geht auf, wenn das Gras in den Bergen härter und dürrer wird und sie kommen in der Regel nur mit Heu alleine gut zurecht- bei voller Arbeitsbelastung reicht meist 0.5l Hafer- das ist leichtfuttrig!  Sie sind sehr leistungsbereit und gute Kameraden. Sie lieben es unterwegs zu sein- das Wanderreiten scheint ihnen in den Genen zu liegen. Die meisten sind super schrecksicher, und wenn sie erschrecken bleiben sie stehen und frieren ein, statt kopflos wegzurennen. Das ist toll! Besonders bei Wanderritten, im Verkehr, bei Baustellen etc.   


Susanne.Fuss@wir-reiten.com
M: 0160 968 515 97
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